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Henri Matisse Bilder

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Henri Matisse

Henri Matisse – Maler der Klassischen Moderne und Mitbegründer des Fauvismus

Der französische Maler, Bildhauer, Illustrator, Zeichner und Grafiker Henri Matisse zählt ohne Frage zu den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts; neben Pablo Picasso gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der Klassischen Moderne und mit seinem Künstlerfreund André Derain war er Wegbereiter sowie Begründer des Fauvismus, einer Gegenbewegung des Impressionismus.

Henri Matisse wurde am 31. Dezember 1869 in Le Ceteau-Cembrésis, Nordfrankreich geboren. Obwohl sein Vater eigentlich wünschte, dass der Sohn das Familiengeschäft, eine Drogerie, übernähme, studierte Matisse von 1882 bis 1887 Jura in Paris. Etwa 1890 entdeckte er das Malen für sich und gab bald darauf seine juristische Laufbahn auf, um sich voll und ganz der Kunst zu widmen. So bereitete er sich fleißig auf die Aufnahmeprüfung an der École des Beaux-Arts, der Kunsthochschule in Paris vor, die er jedoch erst 1895 bestand. Ein Jahr darauf kam er zum ersten Mal mit dem Impressionismus in Kontakt, der Matisse’ Stil zunächst beeinflussen sollte. Gleichzeitig begann er, bekannte Meisterwerke im Louvre zu kopieren. Um die Jahrhundertwende erlebten der Künstler und seine Familie einen anhaltenden finanziellen Notstand der ihn zwang, als Dekorationsmaler tätig zu werden. Den Sommer des Jahres 1905 verbrachte er mit seinem Freund und Kollegen André Derain an der französischen Mittelmeerküste, wo sie gemeinsam einen neuen Stil entwickelten: den Fauvismus. Dieser gilt als Gegenstrom zum Impressionismus, da er die Überwindung der Naturnachahmung propagiert sowie eine flächige Farbgebung aufzeigt. Zwar stießen die Bilder von Matisse auf große Kritik, diese bedeutete jedoch auch den wachsenden Ruhm und die Beliebtheit seiner Werke. 1908 gründete er mit Freunden und Förderern eine eigene Malschule, die „Académie Matisse“, an der er selbst drei Jahre lang unterrichtete. 1916 zog er nach Nizza, wo er nicht nur malte, sondern auch Kostüme, Bühnenbilder und Buchillustrationen entwarf. In den vergangenen Jahren war seine Popularität stark gestiegen, die in den 1930er-Jahren ihren Gipfelpunkt erreichte, als das Museum of Modern Art, New York, einige Werke von Henri Matisse ausstellen wollte. Ab 1941 war der Künstler von schweren Krankheiten gezeichnet, die ihn zunehmend ans Bett fesselten und seine Arbeit erschwerten. Henri Matisse starb am 3. November 1954 in Cimiez bei Nizza.

Henri Matisse:

  • geboren am 31.12.1869 in Cateau-Cambrésis, Frankreich
  • zählt zu den wichtigsten Vertretern der Klassischen Moderne und Begründer des Fauvismus
  • bekannte Werke: „Frau mit Hut“, „Blauer Akt“, „Der Tanz“, „Goldfish
  • gestorben am 3.11.1954 in Cimiez, Frankreich

 

Henri Matisse: Vom Fauvismus zur Abstraktion

Das Werk Henri Matisses kann nicht nur einem Stil zugeordnet werden; charakteristisch für seine Bilder ist die Tatsache, dass die Farbe eine Selbständigkeit besitzt. Sie ist die Wiedergabe der Emotionen des Künstlers. Darüber hinaus tritt in Matisse’ Werk die Räumlichkeit in den Hintergrund, ohne gänzlich verloren zu gehen. Sein Schaffen kann grob in fünf Phasen gegliedert werden. Als er mit dem Malen begann, war sein Stil maßgeblich vom Naturalismus geprägt. Zwar kam er schnell mit dem Impressionismus in Kontakt, lehnte diesen in seinen Bilder jedoch ab, indem er den Fauvismus erschuf, welcher sich durch eine flächige Farbgebung auszeichnet. In der darauffolgenden experimentellen Phase bevorzugte er zunächst verschnörkelte Formen, die von geometrischen und kubistischen abgelöst wurden. Nach seinem Umzug nach Nizza widmete sich Matisse hauptsächlich der naturalistischen Anfertigungen von Odalisken, Portraits, Landschaften und Stillleben. Die letzten beiden Phasen sind von einfachen Formen geprägt, die aber nie in vollständiger Abstraktion gipfelte. Das Werk von Henri Matisse ist so vielfältig und steckt voller Überraschungen – man muss es einfach kennenlernen.

 

Bewegung im Bild – „Der Tanz“ von Henri Matisse

Eines der bekanntesten Bilder von Henri Matisse ist „Der Tanz“. Von diesem Werk gibt es sogar zwei Versionen: das erste, entstanden 1909, ist heute im Museum of Modern Art, New York zu sehen, das andere hingegen, nur ein Jahr später geschaffen, hängt in der Eremitage im russischen St. Petersburg. Das Bild zeigt fünf nackte Frauen, welche, an den Händen gefasst, in einem Kreis tanzen. Da allein dieses Motiv schon durch seine Dynamik besticht, verzichtete Matisse auf weitere Details und setzte nur auf die Komplementärkontraste der Farben: der Hintergrund erscheint in Grün und Blau, die Frauen hingegen sind in satten Rot- und Orangetönen dargestellt. Das Motiv vermittelt trotz seiner Einfachheit so viel Bewegung und Lebendigkeit, das man es einfach mögen muss!



 
 
 

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