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Amedeo Modigliani

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Amedeo Modigliani

Amedeo Modigliani – skandalöser Maler und stilistischer Außenseiter

Überlange Hälse, leere und blinde Blicke, leuchtende Farben – die Bildsprache des italienischen Künstlers Amedeo Modigliani war einzigartig. Seine Kunst konnte und wollte keinem Stil zugeordnet werden: Weder der Kubismus, der die Auflösung der Formen vorantrieb, noch der Expressionismus entsprachen seinen Vorstellungen, weshalb er sich zum Einzelgänger entwickelte. Zu Lebzeiten erreichte Amedeo Modigliani nie den Erfolg, der ihm eigentlich hätte zuteilwerden müssen, obwohl seine Kollegen und Kunstfreunde ihn sehr schätzten. Modiglianis Hauptwerk besteht vor allem aus Porträts und Aktzeichnungen sowie einigen wenigen Landschaftsbildern. Gekennzeichnet sind sie durch präzise Linien, mit denen er eine eigenständige Formsprache erzeugte.

Geboren wurde Amedeo Modigliani am 12. Juli 1884 im italienischen Livorno als Sohn einer bürgerlichen Familie. Da der Holz- und Kohlehandel des Vaters bankrottging, verdiente Modiglianis Mutter – eine Französin – als Lehrerin und Übersetzerin dazu. Großvater Modigliani war ein weltgewandter Mann, von dem der junge Amedeo eine gute Allgemeinbildung erhielt. Als Amedeo Modigliani elf Jahre alt war, erkrankte er an einer Rippenfellentzündung, was den Beginn einer langen Krankheitsgeschichte darstellen sollte. Nur kurz darauf bekam er Typhus. In einem Fiebertraum hatte er angeblich die Offenbarung, Künstler werden zu müssen. Da er wider Erwarten genas, durfte er mit Erlaubnis der Eltern die Schule abbrechen und ein Kunststudium aufnehmen. 1898 begab sich Amedeo Modigliani an eine private Zeichen- und Malschule in Livorno, wo er unter anderem das erste Mal mit dem Aktzeichnen in Berührung kam, das ihn zeit seines künstlerischen Schaffens begleiten sollte.

Nachdem er in den frühen 1900er-Jahren in verschiedenen italienischen Städten gewohnt und gelernt hatte, zog Modigliani 1907 nach Paris. Dort lebte er im schillernden Künstlerviertel Montmartre, wo er trotz angeschlagener Gesundheit aktiv am ausschweifenden Lebensstil teilnahm. Wenngleich er von seiner Mutter finanziell unterstützt wurde, lebte Amedeo Modigliani in stetiger Armut, da er seine Bilder kaum verkaufen konnte – der Stil entsprach einfach nicht dem Geschmack der Zeit, Amedeo-Modigliani-Werke mit Aktmotiven galten gar als skandalös. Vielleicht aus diesem Grund wendete er sich 1909 der Bildhauerei zu, der er etwa fünf Jahre intensiv nachging. Da diese ihm jedoch noch weniger Erfolg einbrachte, kehrte er zur Malerei zurück. Unter den Pariser Künstlern hingegen genoss er hohes Ansehen, weshalb sein Schaffensdrang kaum Grenzen kannte.

Amedeo Modigliani starb mit nur 36 Jahren am 24. Januar 1920 infolge einer Tuberkuloseerkrankung.

Wichtige Fakten zu Amedeo Modigliani:

  • geboren am 12.7.1884 in Livorno, Italien
  • galt zu Lebzeiten wegen seiner Aktbilder als skandalöser Maler
  • stilistischer Einzelgänger durch eigenwillige Formensprache
  • bekannte Bilder: „Der rote Kopf“, „Große sitzende Nackte“, „Akt, schlafend“
  • gestorben am 24.1.1920 in Paris

 

Die eigenwillige Kunst des Malers Amedeo Modigliani

Das Gesamtwerk des Künstlers Amedeo Modigliani ist wirklich beeindruckend: In seinem kurzen Leben schuf er 420 Gemälde und 25 Skulpturen. Die meisten davon zeigen Menschen, in all ihren Facetten, mit all ihren Schwächen – einfach und ungeschönt. Das Besondere liegt im Stil des italienischen Künstlers, der sich keiner Gattung zuordnen lässt. Die langgestreckten Formen sind typisch für Modigliani, ebenso wie die leeren und doch hypnotischen Augen. Die Gesichter und Körper stellte der Maler hingegen in leuchtenden und intensiven Farben dar. Die Personen stehen in den Bildern klar im Fokus, der Raum spielte für Amedeo Modigliani eine nur untergeordnete Rolle; vielmehr sollten die Persönlichkeit und die Stimmung der Porträtierten zum Ausdruck kommen. Obwohl der Künstler zu Lebzeiten kaum beachtet wurde, zählt er heute zu den wichtigsten und einflussreichsten Malern des 20. Jahrhunderts. Inzwischen werden Amedeo-Modigliani-Werke umso mehr geschätzt.

 

Aktbilder von Amedeo Modigliani

Zeit seines Schaffens widmete sich Amedeo Modigliani den Akten. Schon während seiner künstlerischen Ausbildung zu Beginn der 1900er-Jahre beschäftigte er sich intensiv mit deren Anfertigung. In diesen Werken bilden Frauen das zentrale Element, der Künstler zeigte sie stehend, sitzend und liegend. Modigliani ging es vor allem um die Nacktheit, weniger um geschichtliche oder ähnliche Bezüge. Nichtsdestotrotz orientierte er sich an der Malerei der Renaissance, doch auch Einflüsse afrikanischer Kunst sind zu erkennen. Die Aktbilder stießen zur Zeit ihrer Entstehung auf große Kritik, sie waren ein Skandal in der prüden Gesellschaft des jungen 20. Jahrhunderts.

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