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Francisco José de Goya

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Francisco José de Goya

Francisco José de Goya – spanischer Hofmaler und Kritiker seiner Zeit

Der spanische Künstler Francisco José de Goya gilt unter seinen Zeitgenossen durchaus als besonders. Er war einer der ersten Maler überhaupt in der Geschichte, der sich, trotz Anstellung als Hofmaler, nicht davor scheute, mit Hilfe seiner Bilder offen Kritik auszuüben. In seinen Werken wollte Goya seine eigene, subjektive Sicht der Welt zeigen. Indem er das menschliche Seelenleben verbildlichte, gelang es dem Künstler, seinem Schaffen einen zeitlosen Charakter zu verleihen, weshalb es bis heute große Bedeutung genießt. Durch Experimente mit Licht, Zeit und Raum kann der Maler als Wegbereiter des Realismus betrachtet werden.

Francisco José de Goya kam am 30. März 1746 im spanischen Fuendetodos zur Welt. Er war Sohn eines Vergolders und sollte nach seinem Vorbild ebenfalls diese Profession erlernen; da der väterliche Beruf jedoch an Bedeutung verlor, trat er nicht in dessen Fußstapfen. Vielmehr begab er sich 1760 in die Lehre des Barockmalers José Luzán in Zaragoza. Vier Jahre später verzog Goya nach Madrid, wo er sich von Francisco Bayeu unterrichten ließ, dessen Schwester er einige Zeit später heiraten sollte. Sowohl eine Italienreise Ende der 1760er-Jahre sowie die Ausbildung in Madrid waren prägend für Goyas Stil und dessen Kreativität. Nachdem er aus Italien, wo er intensiv die Barock- und Freskenmalerei studiert hatte, zurückgekehrt war, verdingte er sich in Madrid mit Wandmalereien in diversen Kirchen. 1786 wurde zum „Maler des Königs“ ernannt und nur drei Jahre später zum Hofmaler König Karls IV. berufen. 1792 erlitt Francisco José de Goya einen Schlaganfall, der eine anhaltende Taubheit nach sich zog. Durch die veränderte Sinneswahrnehmung entwickelte der Künstler einen kritischen Blick für seine Umwelt. Seine Werke wurden zunehmend schwerer und tragischer und stellten Politik sowie Religion in Frage.

1795 wurde Goya Direktor der Malerei an der Königlichen Akademie in Madrid. In den Folgejahren wurden seine Bilder immer dunkler, die kritischen Töne vermehrten sich, die Werke zeigten häufig menschliche Abgründe. Der Höhepunkt wurde erreicht, als napoleonische Truppen 1808 in Spanien einfielen. Goya sah sich in der Pflicht, die Gräueltaten zu verbildlichen; er wurde somit der erste Maler seiner Zeit, der nicht davor zurückschreckte, eigene Gemütszustände und Befindlichkeiten darzustellen. Obwohl er noch immer Hofmaler war, stellten sich die Bilder der zweckgebundenen Malerei für Hof und Religion bewusst entgegen.

1819 zog sich Goya aus dem königlichen Umfeld zurück. Mit seinen Bildern erzeugte er großen Unmut, weshalb er 1824 nach Frankreich ins Exil ging. Bis zu seinem Tod am 16. April 1828 lebte Francisco José de Goya in Bordeaux.

Francisco José de Goya:

  • geboren am 30.3.1746 in Fuendetodos, Spanien
  • Hofmaler des spanischen Königs
  • erster Künstler seiner Zeit, der in seinen Bildern offen Kritik an Staat und Kirche übte
  • bekannte Werke: „Der Sonnenschirm“, „Der Koloss“, „Die nackte Maja“, „Die bekleidete Maja“, „Saturn frisst seine Kinder“, „Flug der Hexen“
  • gestorben am 16.4.1828 in Bordeaux, Frankreich

Das Seelenleben in Bildern von Francisco José de Goya entdecken

Die Bilder des spanischen Malers Francisco José de Goya sind nur schwer in eine Kunstgattung zu ordnen. Zwar wirkte er zu Zeiten der Romantik und des Klassizismus, doch entziehen sich seine Werke jeglichen Idealen der Zeit. Zunächst wurde Goya stark von Gemälden und Künstlern des 17. Jahrhunderts inspiriert, darunter Rembrandt und Velázquez. Nach seinem Schlaganfall und der damit verbundenen plötzlichen Taubheit entwickelte er jedoch seine ganz eigene Bildsprache. Die Malerei wurde für ihn zum Spiegel seines Seelenlebens, in denen er sich nicht nur mit politischen und sozialen Umständen auseinandersetzte, sondern auch mit persönlichen und subjektiven Kriegserlebnissen. Vor allem die „Pinturas Negras“ (Schwarze Bilder) stellen in diesem Zusammenhang eine düstere, phantastisch anmutende Bilderreihe dar. Diese wurde erst nach seinem Tod im französischen Landsitz aufgefunden, weshalb vermutet wird, dass Goya die Bilder nur für sich anfertigte. Heute sind sie im Prado in Madrid zu besichtigen.  

Düster und überwältigend: „Saturn frisst seine Kinder“ von Francisco José de Goya

Zu den bekanntesten Bildern von Francisco José de Goya gehört „Saturn frisst seine Kinder“. Es verbildlicht den griechischen Mythos des Titanen Kronos, der in der Römischen Legende Saturn heißt. Dieser fürchtete, dass seine Kinder ihm den Thron streitig machen könnten, weshalb er jedes nach der Geburt auffraß. Das Bild gehört zu den „Pinturas Negras“ und ist von einer überwältigenden Düsternis gekennzeichnet. Das Motiv ist durchaus angsterweckend und strahlt doch eine faszinierende Wirkung aus. Dieses und viele weiter Werke Francisco José de Goyas sind bei Posterlounge.de zu entdecken. In Form hochwertiger Kunstdrucke stellen sie eine besondere Wanddekoration dar.