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Giuseppe Arcimboldo

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Giuseppe Arcimboldo

Guiseppe Arcimboldo setzte Obst kunstvoll in Szene

Der erste Blick auf die Werke des italienischen Künstlers Guiseppe Arcimboldo kann merkwürdig sein. Man sieht ein menschliches Gesicht, häufig im Profil aber auch frontal – aber es besteht aus Obst... Und Moment, die Nase, das ist doch eine Gurke! Ja, man muss schon zwei Mal hinschauen, um festzustellen, dass man nicht träumt. Guiseppe Arcimboldo verstand es, ganz im Sinne des Manierismus, Porträts und Gemälde nicht naturalistisch anzufertigen, sondern abstrakt, in seinem Fall mithilfe von Obst und Gemüse, Blumen und Büchern. Die Bilder wirken nicht selten, als wären sie einem skurrilen Traum entstiegen, wodurch sie auf Betrachter einen ganz außergewöhnlichen Effekt haben und in eine surreale Welt entführen.

Über das frühe Leben des Guiseppe Arcimboldo ist nur wenig bekannt. Geboren wurde er vermutlich um 1526 im italienischen Mailand. Er stammte aus einer Familie bekannter Geistlicher und Juristen; da sein Vater ebenfalls Künstler war, geht man mittlerweile davon aus, dass Guiseppe Arcimboldo auch bei ihm lernte. Da sie 1549 gemeinsam die Gestaltung des Mailänder Doms übernahmen, scheint diese Annahme plausibel. Norditalien stand seit 1525 unter Habsburger Herrschaft, so fand Guiseppe Arcimboldo 1562 als begabter Porträtmaler seinen Weg an den Wiener Hof des Kaisers Ferdinand I, wo er nach nur zwei Jahren zum Hofmaler ernannt wurde. In etwa der gleichen Zeit entstanden die ersten Bilderserien in dem Stil, der für Guiseppe Arcimboldo so typisch werden sollte.

Im Jahre 1570 wurde er vom Kaiser nach Prag geschickt, wo er einen großen Festumzug mit mythologischen Themen gestalten sollte. Guiseppe Arcimboldo war dafür bekannt, dass er nicht nur ein ausgezeichneter Maler war, sondern auch Begabungen in der Bühnen- und Kostümbildnerei sowie Architektur und Gestaltung an den Tag legte. Somit wurde diese Aufgabe für ihn zum Kinderspiel und der Kaiser wurde pompös in Szene gesetzt. Nach dieser Ausstattung verweilte Guiseppe Arcimboldo bis 1587 in Prag, bis der Kaiser ihm gestattete, in seine Heimatstadt Mailand zurückzukehren. Dort verstarb er am 11. Juli 1593.

Die wichtigsten Fakten zu Guiseppe Arcimboldo:

  • geboren um 1526 in Mailand
  • bedeutender Künstler des Manierismus und bekannt für seine fantastisch anmutenden Porträts aus Obst, Gemüse und Blumen
  • beliebte Werke: die Bilderserien „Vier Jahreszeiten“ darunter „Der Herbst“ und „Der Frühling“ sowie „Vier Elemente“, „Vanitas“, „Der Jurist“
  • gestorben am 11.7.1593 in Mailand

Guiseppe Arcimboldo zeigt den Manierismus in seiner Höchstform

Die traumhaft anmutenden Bilder von Guiseppe Arcimboldo werden dem Stil des Manierismus zugerechnet. Dieser war eine Kunstrichtung zwischen Renaissance und Barock, die von Italien ausging und sich im Laufe der Zeit auch in Frankreich, den Niederlanden, Flandern und Deutschland ausbreitete.

Charakteristisch für den Manierismus war es, dass sich die Maler in ihren Werken bewusst von der Harmonie, den Naturabbildungen und den Kompositionskünsten der Renaissance abwandten. Stattdessen strebten sie eine eigenwillige, nicht naturgetreue und manchmal auch bizarre Darstellungsweise an, eine ganz neue Manier eben. Oftmals waren sie sinnbildlich und rätselhaft, sodass sie nur von eingeweihten Kreisen verstanden werden konnten. Die Malerei sollte nicht mehr länger ein Spiegel der Welt sein, sie sollte sie verzerren. Proportionen und Perspektiven wurden gezielt abstrahiert, mit Farben wurde wild experimentiert, so dass gängige Traditionen und Regeln vollkommen über den Haufen geworfen wurden. Auch Guiseppe Arcimboldo agierte in diesen Zeiten und demonstrierte meisterlich, wie Personen verfremdet werden konnten und doch erkennbar blieben.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Die „Vier Jahreszeiten“ von Guiseppe Arcimboldo

Die Bilderserien „Vier Jahreszeiten“ von Guiseppe Arcimboldo gehören zu seinen bekanntesten Werken. Das Besondere an ihnen ist, dass er mehrere ihrer Art schuf. Das erste Quartett entstand vermutlich um 1563 für Kaiser Maximilian II. Diese, wie auch die anderen noch folgenden Bilder, zeigen die Personen im damals gängigen Brustbild im Profil. Die jeweiligen Bilder setzen sich stets aus denen für die Jahreszeit typischen Pflanzen zusammen, darunter Blumen, Obst und Gemüse. In den Jahren 1572 sowie 1573 entstanden neue Jahreszeitenserien, die sich aber deutlich von ihren Vorgängern unterschieden. Wie eindrucksvoll die Werke Arcimboldos noch immer sind, kann man bei Posterlounge erfahren, wo man die Serien und zahlreiche andere Bilder des Künstlers auf hochwertigen Kunstdrucken entdecken kann.