Lieferung bis Weihnachten: Bestellen Sie bis zum 19.12.2016!

Hans Holbein d.J.

Filter
Sortierung:
  • Beliebtheit
  • Neuheiten

Hans Holbein d.J.

Hans Holbein– Überwinder der altdeutschen Malerei

Der Künstler Hans Holbein der Jüngere gilt als einer der wichtigsten Maler der deutschen Renaissance. Er machte vor allem mit seinen lebensechten Porträts auf sich aufmerksam, welche ein Abbild der Wirklichkeit darstellten und gleichzeitig die Überwindung der altdeutschen Malerei manifestierten. Bekannt wurde er auch als Hofmaler des englischen Königs Heinrich VIII. Nach dem Tod dessen Frau fertigte Hans Holbein für den König zahlreiche Porträts potentieller Hochzeitkandidatinnen, auf deren Grundlage er sich seine Zukünftige aussuchen wollte. Darüber hinaus entwickelte sich Holbein durch den Einsatz intensiver Farben zu einem Meister der Renaissancemalerei, der teilweise gar mit Leonardo da Vinci und Raffael verglichen wird.

Hans Holbein d. J. wurde vermutlich 1497 oder 1498 in Augsburg als Sohn des bekannten Tafelmalers Hans Holbein dem Älteren geboren. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder lernte Holbein in der väterlichen Werkstatt. Im Zuge seiner Wanderschaft gelangte der Künstler nach Basel, wo er 1519 in die Malerzunft „Zum Himmel“ aufgenommen wurde. Als Sakralmaler verzeichnete Hans Holbein in der schweizerischen Stadt rasch Erfolge und bekam dadurch lukrative Aufträge, unter anderem arbeitete er den Großratssaal des Basler Rathauses aus.

In den 1520er-Jahren reiste der Maler nach Frankreich und Großbritannien. Nach der Rückkehr nach Basel 1528 lebte er mit seiner Familie noch vier Jahre dort, bevor er wegen des Bildersturms 1532 endgültig nach England übersiedelte. Dank zuvor geknüpfter Kontakte machte Hans Holbein bald Bekanntschaft mit Anne Boleyn, der Gattin des englischen Königs Heinrich VIII., die er als Mäzenin gewinnen konnte. Ab 1536 agierte Hans Holbein der Jüngere als königlicher Hofmaler. Nach dem Tod seiner Ehefrau, wollte Heinrich erneut heiraten und bat seinen Maler, Porträts anzufertigen, die ihm die Auswahl der zukünftigen Gattin erleichtern sollte.

Hans Holbein d. J. starb im November 1543 in London.

Der Überblick zu Hans Holbein d. J.:

  • 1497 oder 1498 in Augsburg geboren
  • bedeutender deutscher Renaissancemaler, der vor allem durch seine lebensechten Porträts Ruhm erlangte
  • Hofmaler des englischen Königs Heinrich VIII.
  • wichtige Werke: „Erasmus von Rotterdam“, „Heinrich VIII. von England“, „Anna von Kleve“, „Die Gesandten“
  • gestorben im November 1543 in London

In Zeiten des Umbruchs: Die Porträts von Hans Holbein

Holbein wirkte in einer Zeit, die von Umbrüchen geprägt war: Die Reformation und der Humanismus hinterließen ihre Spuren, weshalb auch die Kunst und die Malerei tiefgreifenden Veränderungen unterlegen waren. Diese kann man im Oeuvre des Künstlers gut entdecken, denn er verstand es, die übliche altdeutsche Malerei zu überwinden und sich einer lebensnahen Abbildung der Realität zu widmen. Schon früh machte Holbein als Porträtmaler auf sich aufmerksam. Er zeigte die Menschen so, wie sie tatsächlich waren. Darüber hinaus, und das stellte bis dato ebenfalls ein Novum dar, zeigte er die Porträtierten in ihrer charakteristischen und alltäglichen Umgebung. Ferner typisch für Hans Holbein war dessen Verwendung intensiver und leuchtender Farben. Mit deren Hilfe und dank seiner einzigartigen Fähigkeiten vermochte er es, Stoffe echt aussehen zu lassen, sodass man meint, man könne sie anfassen. Die Bilder von Hans Holbein dem Jüngeren sind immer wieder ein eindrückliches Erlebnis.

„Erasmus von Rotterdam“ – bekanntes Gemälde von Hans Holbein entdecken

Neben seinen bekannten Madonnenbildern, „Darmstädter Madonna“ und „Solothurner Madonna“, gilt das Gemälde „Schreibender Erasmus von Rotterdam“ zu den berühmtesten Bildern von Hans Holbein d. J. Es zeigt den niederländischen Philosophen Erasmus von Rotterdam in seiner Schreibstube. Der Dargestellte scheint so lebensecht, dass man mit heutigem Wissen fast meinen könnte, eine Fotografie zu betrachten.

Weitere berühmte Werke des Künstlers:

  • „Die Gesandten“
  • „Thomas Morus“
  • „Christina von Dänemark“