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Henri de Toulouse-Lautrec

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Henri de Toulouse-Lautrec

Henri de Toulouse-Lautrec – Großmeister der Lithografie und Plakatillustration

„Nicht schlecht!“ möchte man am liebsten ausrufen, wenn man von dem enormen Oeuvre des französischen Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec erfährt: 737 Ölgemälde, 275 Aquarelle, 5084 Zeichnungen und 359 Lithografien entstammen der Hand des Malers und Grafikers. Eine Mehrzahl dieser zeigt das aufregende Pariser Nachtleben zu Zeiten der Belle Epoque, dessen Vorzüge der Künstler selbst nicht schmähte. Bis heute sind seine Plakate für das Varieté Moulin Rouge bekannt und begehrt und machen ihn zu einem Meister der Lithografie sowie bedeutendem Künstler des Post-Impressionisten.

Henri de Toulouse-Lautrec wurde am 24. November 1864 im französischen Albi geboren. Er entstammte einem alten Adelsgeschlecht, das über die Jahre hinweg an Einfluss verlor, weshalb vor allem innerfamiliär geheiratet wurde. Auch Toulouse-Lautrec war Kind einer solchen Verwandtschaftsehe; vielleicht litt er deswegen an der seltenen Erbkrankheit Pyknodysostose, die sich vor allem durch Kleinwüchsigkeit bemerkbar macht. Während zahlreicher krankheitsbedingter Liegekuren zeigte sich zunehmend das Talent des jungen Henri, der zunächst vor allem Zeichnungen und Skizzen anfertigte. Von einem Freund der Familie erlernte er elementare Techniken der Malerei, bevor er sich im April 1882 in die Lehre des Pariser Malers Léon Bonnat begab. Obwohl er als fleißiger und gehorsamer Schüler galt, entwickelte Henri de Toulouse-Lautrec eigene Techniken sowie eine freie Auffassung der Malerei. Der junge Künstler war vielseitig interessiert, besuchte Ausstellungen namhafter impressionistischer Maler wie Renoir, Manet und Degas, die ihn beeindruckten. Vor allem letzterer inspirierte ihn sehr ebenso wie die Kunst des japanischen Holzschnittes.

1884 zog er zu Freunden nach Montmartre, dem Pariser Vergnügungsviertel, wo er die für ihn typischen Motive fand: Henri de Toulouse-Lautrec malte bevorzugt Menschen im Zirkus, in Vergnügungslokalen oder auf Tanzveranstaltungen. Ende der 1980er-Jahre fertigte er zahlreiche Lithografien für Plakate sowie Illustrationen für Zeitungen und Zeitschriften. Ferner wurden seine Werke in kleinen Cafés im Montmartre ausgestellt.

Gegen Ende seines Lebens war Henri de Toulouse-Lautrec stark alkoholabhängig, weshalb er eine Entziehungskur durchlebte und anschließend in Bordeaux und Le Havre verweilte. Nachdem er im April 1901 nach Paris zurückgekehrt war, zog es ihn alsbald auf das elterliche Schloss Malromé in Gironde, wo er am 9. September 1901 im Alter von nur 36 Jahren verstarb.

Henri de Toulouse-Lautrec:

  • geboren am 24.11.1864 in Albi, Frankreich
  • zählt zu den bedeutendsten Künstlern des Post-Impressionismus und Wegbereiter für ein Wiederaufleben der Lithografie
  • bekannte Werke: „Aristide Bruant“, "Das Bett" „La Goulue im Moulin Rouge“
  • gestorben am 9.9.1901 in Gironde, Frankreich

 

Ein Ausnahmekünstler: Henri de Toulouse-Lautrec

Die Lithografie, die Henri de Toulouse-Lautrec förmlich wiederbelebte, ist das älteste Flachdruckverfahren und galt zu Lebzeiten des Künstlers als Drucktechnik, die am weitesten verbreitet war. Vor allem in der Werbung und der Reklame spielte diese Art der Reproduktion bald eine wichtige Rolle. Toulouse-Lautrec machte sie sich großformatige Blätter zu eigen, die er vor allem mit Rot, Blau und Gelb färbte, da diese Farben die meiste Aufmerksamkeit auf sich zogen. Toulouse-Lautrec machte aus der gewöhnlichen Drucktechnik eine Kunst. Die Motive des Künstlers zeigten das ungeschönte Pariser Nachtleben, nackte Frauenbeine, wallende Cancan-Röcke aber auch die mondänen Herrschaften der gehobenen Pariser Gesellschaft. Er legte Wert darauf, vor allem einzelne Menschen darzustellen, weniger Gruppen und schuf somit einzigartige Porträts oder Kleinstgruppenbilder, die ihresgleichen suchen.

 

Ungeschönt und echt: die Werke von Henri de Toulouse-Lautrec

Obwohl er zahlreiche Lithografien anfertigte, entwarf Henri de Toulouse-Lautrec tatsächlich nur wenige Plakate. Nichtsdestotrotz sind diese in ihrer Einzigartigkeit nahezu perfekt: sie zeigen, ganz im Gegensatz zu anderen Jugendstilkünstlern der Zeit, nicht die vollkommene Schönheit. Toulouse-Lautrec legte großen Wert darauf, seine Motive ungeschönt zu zeigen, keine verklärten Ideale, wodurch er die Menschen zeigen konnte, wie sie waren. Vor allem auf seinen Zeichnungen hielt er Frauen bei der Toilette fest, zeigte ihre nicht mehr ganz so straffen Beine, ließ sie nicht immer vorteilhaft wirken. Trotz dessen gehören die Werke von Henri de Toulouse-Lautrec zu den eindrucksvollsten seiner Zeit, deren Wirkungskraft bis heute nicht verloren gegangen ist. Bei Posterlounge kann man zahlreiche seiner Bilder, Zeichnungen und Lithografien als hochwertige Reprodrucke entdecken und mit diesen das eigene Zuhause dekorieren!