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Joachim von Sandrart

Joachim von Sandrart

Joachim von Sandrart – erfolgreicher Barockmaler und bedeutender Kunstschriftsteller

Der Name Joachim von Sandrart wird vielen ein Begriff sein, heutzutage wird er vermutlich jedoch mehr mit dem Kunstkenner und –schriftsteller als mit dem Maler verbunden. Dabei gehörte Sandrart zu Lebzeiten zu den erfolgreichsten und meistbeschäftigsten deutschen Künstlern des Barock. Dabei tat er sich weniger durch seine Originalität hervor als vielmehr durch die Verbindung und Adaption der Stile anderer Maler. Was zunächst nach Kopie und wenig Innovation klingt, liegt in der Tatsache begründet, dass Sandrart mit der Kunstlandschaft bestens vertraut war, die Malweisen diverser Künstler kannte und sich von diesen inspirieren ließ. Mit diesem Wissen schuf er ferner eine der ersten und bis heute wichtigsten kunsthistorischen Schriften, die „Teutsche Academie der Edlen Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste“.

Joachim von Sandrart wurde am 12. Mai 1606 in Frankfurt als Sohn wohlhabender Eltern geboren. Ab 1615 begab er sich in die Lehre als Kupferstecher und Maler, zunächst in Nürnberg, später auch in Prag. Zehn Jahre später verzog der junge Künstler nach Utrecht, wo er bei Gerrit van Honthorst lernte und arbeitete. Mit seinem Meister unternahm er ab 1629 Reisen nach England und Italien, wo er unter anderen die Bekanntschaft mit Peter Paul Rubens machte, welche Sandrart nachhaltig beeinflusste. In Rom erhielt er zahlreiche Aufträge, sogar von Papst Urban VIII., für den er Porträts sowie biblische Szenerien für die Innenausstattung zahlreicher Kirchen anfertigte. 1635 kehrte der Künstler kurzzeitig nach Frankfurt am Main zurück, bevor er zwei Jahre später nach Amsterdam verzog. Dort stieg er in höhere Gesellschaftskreise auf und machte sich einen Namen als Kunstkenner, Maler und Kaufmann. Nach dem Tod seines Schwiegervaters erbte Joachim von Sandrart dessen Schloss bei Ingolstadt, auf welches er 1646 zog. Weil er sich mehr Aufträge versprach, siedelte er nur drei Jahre später jedoch nach Nürnberg über. Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien zu Beginn der 1650er-Jahre, wo er Porträts für den kaiserlichen Hof sowie großformatige Altarbilder für Kirchen schuf, zog er 1673 endgültig und dauerhaft nach Nürnberg. Neben der Malerei widmete sich Sandrart zunehmend kunsthistorischen Veröffentlichungen und tat sich mit seiner Schrift „Die Teutsche Academie der Edlen Bau-, Bild- und Mahlerey-Künste“ als Kunstschriftsteller hervor.

Joachim von Sandrart starb am 14. Oktober 1688 in Nürnberg.

Joachim von Sandrart:

  • geboren am 12.5.1606 in Frankfurt am Main
  • zählte zu Lebzeiten zum erfolgreichsten deutschen Maler und tat sich vor allem als Kunstkenner und kunsthistorischer Schriftsteller hervor
  • bekannte Bilder: „Odysseus und Nausikaa“, „Pfingstwunder“, „Himmlische Glorie“, „Der Monat Januar“, „Der Monat November
  • gestorben am 14.10.1688 in Nürnberg

 

Maler und Kunstkenner: Joachim von Sandrart

Die Kunst Joachim von Sandrarts ist besonders durch die Vielfältigkeit der Genres beeindruckend. Durch seine verschiedenen Lehrmeister und zahlreiche Reisen kam er mit vielen Stilen in Kontakt, was sich durchaus in seinem Oeuvre wiederentdecken lässt. So schuf der Künstler neben Porträts Genre- und Historienbilder, großformatige Altarbilder sowie biblische und allegorische Darstellungen, letztere vor allem für seine fürstlichen und bürgerlichen Auftraggeber. Die Reisen verhalfen Sandrart darüber hinaus zu zahlreichen Kontakten zu anderen Malern und in die Kunstlandschaft allgemein. Auf diese Weise erlangte er ein großes künstlerisches und kunsthistorisches Wissen, das er in seinen späteren Schriften zeigte. Dieses beeinflusste gleichzeitig seinen eigenen Stil, der wenig originell ist. Sandrart orientierte sich stark an anderen Künstlern, so sind unter anderem Einflüsse von Rubens, Van Dyck sowie Elsheimer in seinen Gemälden zu finden. Charakteristisch sind seine detailreichen und flauschig anmutenden Ausführungen von Kleidungsstücken sowie seine große Faszination für den Hell-Dunkel-Kontrast. Obwohl die malerischen Werke Joachim von Sandrarts heute ein wenig in Vergessenheit geraten sind, beeindrucken sie noch immer, wovon man sich bei Posterlounge.de überzeugen kann.

 

Die Malerei Joachim von Sandrarts kennenlernen!

Zu einem der bedeutendsten Werke Joachim von Sandrarts gehört „Das große Friedensmahl“. Es zeigt das Essen des Pfalzgraf Karl Gustav mit den kaiserlichen und schwedischen Kommissaren sowie den Reichsständen, das währende des Friedensexekutionskongresses nach dem Dreißigjährigen Krieg 1649 stattfand. Es ist in dunklen Tönen gehalten, nur hier und da wird es durch rote Farbtupfer unterbrochen, welche gleichzeitig die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Die Faszination des Künstlers für den Hell-Dunkel-Kontrast wird in diesem Bild deutlich und beeindruckt bis heute. Eine Auswahl ausdrucksstarker Gemälde Sandrarts kann man bei Posterlounge.de entdecken, die in Form hochwertiger Kunstposter und Kunstdrucke eine außergewöhnliche Wanddekoration darstellen.