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Jusepe de Ribera

Jusepe de Ribera

Jusepe de Ribera – spanischer Maler und Mitbegründer der Neapolitanischen Schule

Lange Zeit waren die Werke des spanischen Malers Jusepe de Ribera außerhalb seines Heimatlandes in Vergessenheit geraten. Seine Motive waren als gruselig und brutal verschrien, die Ästhetik seiner Kunst wurde lange Zeit nicht erkannt. Der Maler wusste es tatsächlich, die Grausamkeiten des menschlichen Daseins zu verbildlichen, er zeigte nicht nur die schönen Seiten des Lebens, sondern auch die realen. In seinen Bildern wollte er die Wahrheit zeigen, die er mehr schätzte als den Idealismus, der zu seiner Zeit in der Kunst gepflegt wurde. Mittlerweile wurden die Werke Riberas wiederentdeckt und genießen größte Anerkennung.

Jusepe de Ribera kam am 12. Januar 1591 in Játiva, einer Stadt in der Nähe von Valencia zur Welt. Vermutlich lernte er zunächst bei Francisco Ribalta, einem namhaften Künstler aus Valencia. Bald wollte Ribera seine künstlerischen Studien in Italien fortsetzen, weshalb er sich auf die Reise begab und 1611 in Parma ankam. Nur kurze Zeit später verzog er nach Rom, wo er vermutlich seinen Spitznamen „Il Spagnoletto“ – der kleine Spanier – erhielt. 1616 reiste Ribera nach Neapel weiter, wo er sich für den Rest seines Lebens niederlassen sollte. Die italienische Stadt war damals dem spanischen Königreich zugehörig, durch die gleiche Staatsangehörigkeit erlangte er Zugang zur dort lebenden spanischen Elite. Darüber hinaus knüpfte er wichtige Kontakte zu flämischen Händlern. Zwischen 1620 und 1626 erlebte Ribera eine äußerst produktive Zeit, viele dieser Werke sind jedoch verloren gegangen. Obwohl er Spanier war, etablierte sich der Künstler in dieser Zeit zum erfolgreichsten neapolitanischen Maler und gilt gleichzeitig als Mitbegründer der Neapolitanischen Schule. Diese wurde für ihre naturalistische und detailgetreue Malerei bekannt, die sich weniger auf christliche, sondern auf alltägliche und volkstümliche Themen spezialisierte.

Ab 1644 war Ribera von diversen Krankheiten gezeichnet, was sich auch in seiner Produktivität niederschlug, ihn dennoch nicht daran hinderte, die Malerei völlig aufzugeben.

Jusepe de Ribera verstarb am 2. September 1652 in Neapel.

Jusepe de Ribera:

  • geboren am 12.1.1591 im spanischen Játiva
  • spanischer Maler, dessen Hauptwerk in Italien entstand
  • Mitbegründer der Neapolitanischen Schule, eine Gruppe naturalistischer Maler, die in Neapel wohnten
  • bekannte Werke: „Archimedes“, „Apollo und Marsyas“, „Der Heilige Bartholomäus“
  • gestorben am 2.9.1652 in Neapel, Italien

Das einmalige Werk des spanischen Malers Jusepe de Ribera

Zahlreiche Kunsthistoriker erkennen in Jusepe de Riberas Werk vor allem Einflüsse des italienischen Meisters Caravaggio. Diese sind durchaus sichtbar, doch auch Inspirationen durch Corregio, Veronese, Peter Paul Rubens sowie Anton van Dyck sind deutlich. In seiner Kunst gebrauchte Ribera starke Hell-Dunkel-Kontraste, die auch als Chiaroscuro bekannt wurden. Das Besondere an seiner Malweise war vor allem die starke Ausdruckskraft seiner dargestellten Personen. Diese erzielte er, indem er auf alle überflüssigen erzählerischen Elemente verzichtete, Bildhintergründe sind demnach bei Ribera auf das Wesentliche beschränkt. Ferner zeigt seine Malerei realistische Einflüsse, die in einer eindrucksvollen Sorgfalt, Lebendigkeit und Detailgenauigkeit gipfeln.

Oftmals sind in Riberas Bildern und Zeichnungen groteske oder gar gruselige Elemente zu finden. Dies war vermutlich auch der Grund, warum sein Werk lange Zeit nur wenig beachtet wurde. Trotz des Rufes der Brutalität wurde die Kunst von Jusepe de Ribera wiederentdeckt und mehr geschätzt, als je zuvor.

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Ein wiederkehrendes Thema in den Bildern von Jusepe de Ribera ist das Alter. Zu seinen Lebzeiten galt dieses Sujet beinahe als verpönt, Künstler waren darauf bedacht, die Jugendlichkeit in aller Schönheit zu zeigen und zu preisen. Ribera widersetzte sich dieser Tradition und beschäftigte sich bewusst mit dem als hässlich geltenden Thema. Seine Bilder zeugen davon, dass er das Alter und die Vergänglichkeit des Lebens positiv und voller Demut betrachtete. Alte Haut, Falten und Gebrechen bekamen von ihm einen ästhetischen Hauch, der voller Ehrfurcht und Wärme war. Dadurch wirkten seine Motive authentisch und lebensnah, was sie bis zum heutigen Tag so besonders machen. Posterlounge.de präsentierte eine Werkauswahl von Jusepe de Ribera und dessen großartiger Malerei. In Form hochwertiger Kunstdrucke kann man diese kennenlernen und sich heimische Wohnräume eindrucksvoll dekorieren!