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Théodore Géricault

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Theodore Gericault

Théodore Géricault – Wegbereiter der Romantik und Meister der Abgründe

Betrachtet man zum ersten Mal die Bilder des französischen Malers Théodore Géricault, kann das Gefühl von Ekel in einem aufsteigen: abgetrennte Hände und Beine, lose Köpfe, Leichenteile... Was bewegte diesen Menschen, der zweifellos einen Hang zum Exzentrischen besaß, die menschlichen Abgründe in Bildern festzuhalten? Wie kann man nur auf die Idee kommen, scheinbar gewissenlos, abgerissene Gliedmaßen als Kunst zu deklarieren? Es war nicht die Freude daran, Leichen zu sezieren; vielmehr war es der Forscherdrang in Géricault, der ergründen wollte, was vom Menschen übrigbleibt, wenn er stirbt. Was geschieht mit der Seele? Wo sitzt sie überhaupt? Diese Grundfragen beschäftigten viele Künstler der Romantik, als deren Wegbereiter Géricault gleichermaßen gilt. Was auf den er ersten Blick ekelerregend anmutet, ist hingegen eine große realistische Kunst, mit der das Leben in seiner Ganzheit erfasst werden sollte, Leiden und Tod inklusive.

Théodore Géricault wurde am 26. September 1791 im französischen Rouen geboren. Als Sohn eines Juristen musste er sich um seine finanzielle Unabhängigkeit nie Gedanken machen, was ihm wiederum eine große Freiheit in seinem künstlerischen Schaffen einräumte. Schon während seiner Lehre als Buchhalter besuchte Géricault heimlich das Atelier von Antoine Charles Horace Vernet, bis er sich 1810 endgültig dazu entschloss, Künstler zu werden. Er wurde Mitglied im Atelier von Pierre-Narcisse Guérin, der zu dieser Zeit als führender Ausbilder in der französischen Malerei galt. 1811 schrieb sich Géricault an der Pariser École des Beaux-Arts ein. Die Ausbildung war ihm jedoch zu streng, weshalb er sich auf die Suche nach einer eigenen, freien Formsprache begab. Dieser Sehnsucht entsprechend, fand er große Inspiration während einer Italienreise 1816/17, wo er die Werke Michelangelos sowie antike Skulpturen studierte. Geprägt von diesen Eindrücken, kehrte Géricault voller Energie und Tatendrang zurück. Nur zwei Jahre später stellte der Maler sein heute berühmtestes Bild, „Das Floß der Medusa“, im etablierten Pariser Salon aus. Das Bild, das Schiffbrüchige und Leichen zeigt, sorgte nahezu für einen Skandal, da seine Drastik und Schonungslosigkeit bis dato unbekannt waren.

Théodore Géricault war bekannt für seine Leidenschaftlichkeit sowie seinem Hang fürs Extreme, Eigenschaften, die sowohl in seiner Kunst erkennbar sind, mit denen er aber ebenso sehr seinem Hobby, dem Reiten, frönte. Aufgrund zahlreicher Reitunfälle verstarb der Künstler im Alter von nur 32 Jahren am 26. Januar 1824 in Paris.

Théodore Géricault:

  • geboren am 26.9.1791 in Rouen, Frankreich
  • gilt als Wegbereiter der Romantik, mit einem Sinn für menschliche Abgründe
  • auf der Suche nach dem Sitz der Seele und der Antwort auf die Frage, was vom Menschen übrigbleibt, sobald er stirbt
  • bekannteste Werke: „Das Floß der Medusa“, „Die verrückte Spielsüchtige“, „Porträt von Louise Vernet als Kind“, „Kleptomanie: Porträt eines Kleptomanen“
  • gestorben am 26.1.1824 in Paris

 

Radikal-realistisch Grenzen überschreiten: Der Maler Théodore Géricault

Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in Europa eine Kunstströmung, die sich ganz bewusst gegen die auf Vernunft gerichtete Aufklärung sowie den von der Antike inspirierten Klassizismus stellte: die Romantik. Deren Anhänger sahen ihre Themen vielmehr in Emotionen, der Individualität und der menschlichen Seele. Sie wollten diese abstrakt wirkenden Größen ergründen. Ganz in diesem Sinne wirkte auch der französische Maler Théodore Géricault, der sich mit seinen Bildern nicht selten auf dünnes Eis begab. In seinem Wissensdrang sezierte er Leichen, um in Erfahrung zu bringen, was den Mensch überhaupt ausmacht. Seine Erkenntnisse stellte er auf radikale, realistische und ungeschönte Weise auf seinen Gemälden dar, welche die Betrachter aber nicht ekeln sollten; vielmehr beabsichtigte er eine Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Tod. Dazu gehörten auch die als nicht normal empfundenen psychischen Erkrankungen, die ihn faszinierten und die er auf eindrückliche Weise verbildlichte. Mit seiner Kunst überschritt Théodore Géricault Grenzen, wobei er jedoch, ganz der Romantik verpflichtet, Gefühle und Empfindungen anregen und erzeugen wollte.

 

„Das Floß der Medusa“ von Géricault kennenlernen!

Das Gemälde „Das Floß der Medusa“ gilt als das bekannteste des Künstlers Théodore Géricault. Auf diesem verarbeitet er ein Schiffsunglück vor der westafrikanischen Küste 1816, bei dem 150 Menschen ihr Leben verloren. Es spielten sich unsägliche Dramen ab, gar soll es zu Kannibalismus gekommen sein – und die französische Regierung schaute tatenlos zu. Géricault verbildlichte dieses Horrorszenario auf drastische, radikale, monumentale Weise, was zu jener Zeit zu großen Skandalen führte. Der Künstler verfügte jedoch über eine detailreiche Präzision und beobachtete akribisch, was dieses Bild zu einem Meisterwerk der französischen Romantik macht. Hier bei Posterlounge.de kann man dieses wie auch zahlreiche andere Werke Géricaults entdecken und sich mit einem hochwertigen Reprodruck eindrucksvoll heimische Wohnräume dekorieren!