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Neue Sachlichkeit

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Neue Sachlichkeit: Eine Kunst der Nachkriegszeit

Als Gegenströmung zum Expressionismus entwickelte sich aus den traumatischen Erlebnissen des Ersten Weltkriegs eine Kunstform: die Neue Sachlichkeit. Mit der Konzentration auf sozialkritische Themen wollten die Künstler die Desillusionierung beseitigen und sich auf die Welt des tatsächlich Sichtbaren rückbesinnen. Heute gilt sie als eine der führenden Kunstformen während der Weimarer Republik und wurde mit dieser 1933 durch die Nationalsozialisten beendet.

Im 19. Jahrhundert war in Frankreich die Avantgarde der Kunst mit ihren Utopien gegen die Tendenzen des Naturalismus vorherrschend. Expressionistische Werke drückten mit ihren abstrakten Formen die subjektiven Empfindungen ihrer Maler aus. In Ausnahmezuständen wie zu Kriegszeiten wird jedoch der Ruf nach Ordnung laut und so entwickelte sich die Kunst zum Gegenstand zurück. Ohne Schnörkel und ohne Umschweife wendet sich Neue Sachlichkeit dem künstlerischen Ursprung zu und bildet mit einem klaren Bildkonzept die Wirklichkeit ab.

Die Kunst der Neuen Sachlichkeit passt einfach an jede Wand. Egal welchen Stil Sie mit Ihrer Einrichtung verfolgen – die naturgetreuen Abbildungen von Georg Schrimpf, Carl Grossberg oder Otto Dix sorgen für die richtige Ergänzung. Ob auf Poster, Leinwand oder Forex – unsere große Auswahl an Motiven und Materialien lässt keine Wünsche offen.

Scharfe Konturen und versteckte Emotionen – das sind die faszinierenden Bilder der Neuen Sachlichkeit

Die Objekte auf den Bildern der Neuen Sachlichkeit lassen kaum Spielraum für Interpretation – und das soll genauso sein. Die objektivierende Darstellungsweise lenkt damit nicht von der gesellschafts- und sozialkritischen Aussage des Motivs ab. Sogar auf den Einsatz von Licht und Schatten wurde fast vollständig verzichtet. Aus dem Trauma des Krieges heraus entstanden, sahen Künstler nur so die Möglichkeit ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen.

„Es gilt die Dinge zu sehen, wie sie sind.“
(Otto Dix)

Mit einer brutalen Klarheit fängt die Malerei der Neuen Sachlichkeit die Motive ihrer Zeit ein. Als Zeitzeugen fangen Künstler mit ehrlichem Blick die Zeit der Weimarer Republik ein und geben diese in teils überspitzer, teils karikierender Art und Weise wider. Verletzte des Krieges gehören zur Neuen Sachlichkeit wie die Abbildung von Armut und Reichtum – nicht beschönigt, nicht begradigt, einfach echt!

Versehen mit altmeisterlichen Zügen wurden scharfe Konturen und eindeutige Linien auf die Leinwand gebracht, die gleichermaßen Architekten und Fotografen in ihrer Arbeit beeinflussten. Das Neue Bauen zeichnete sich zu dieser Zeit vor allem durch den Rückgang von Form und der Betonung des Zwecks aus, so wie Sie es auch im Bauhaus Stil erleben können. In der sachlichen Fotografie wurde die Wertung der Motive abgelegt und mit einem hohen Maß an Nüchternheit ersetzt. Ganz im Gegensatz zur Malerei der Neuen Sachlichkeit hatte die Fotografie weiterhin einen Anspruch an die Ästhetik.

Klassizismus, Verismus & Magischer Realismus: Die Strömungen der Neuen Sachlichkeit

Ausgehend von Deutschland verbreitete sich die Neue Sachlichkeit in der Zwischenkriegszeit auch in Österreich, der Schweiz und der Niederlande. Aus einem gemeinsamen Ursprung bildeten sich im Laufe der Zeit entsprechend unterschiedlich verfolgter Ziele verschiedene Strömungen heraus.

Die klaren Linien und fehlenden Schatten geben den Objekten mancher sachlichen Werke einen irrealen und monumentalen Charakter. Diese Bilder der Neuen Sachlichkeit werden auch dem magischen Realismus zugeordnet, einer von drei Strömungen der Neuen Sachlichkeit. Der irreale Charakter der Bilder sollte sich später zum Surrealismus weiterentwickeln.

Politisch motivierte Werke wurden der Strömung des Verismus zugeordnet. Die Bilder waren besonders provokant. Kunsthistoriker wiesen sogar nach, dass sich einige Anhänger des Verismus später dem Nationalsozialismus zuwandten.

Politisch weniger interessierte Gruppen, die mit ihren Bildern weder karikierende Darstellungen noch anderweitige Aussagen treffen wollten, bildeten die Strömung des Klassizismus. Einwandfreie Techniken trafen hier auf idyllische Malweisen, die am ehesten einem akademischen Stil zuzuordnen sind.

Neue Sachlichkeit heute!

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden einige Wiederbelebungsversuche des neorealistischen Stils gestartet, die allerdings nicht den Nerv der Bevölkerung trafen. Erst das Aufkommen der Pop-Art ebnete in den 60er Jahren den Weg für eine Rückkehr der Neuen Sachlichkeit Malerei. Die größte Sammlung ist heute in der Kunsthalle Mannheim zu finden.

Die Neue Sachlichkeit Kunst ist und bleibt ein Phänomen, dem man zwar bis heute schon etwas näherkommen konnte, aber das kunstgeschichtlich noch immer seine Mysterien aufweist. Für die Wanddekoration werden die Bilder so nur noch interessanter und werden Sie als Betrachter in einen unwiderstehlichen Bann ziehen.