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Hieronymus Bosch

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Hieronymus Bosch

Niederländischer Maler der Renaissance und Meister der geheimnisvollen Bildsprache

Die Werke des niederländischen Renaissancemalers Hieronymus Bosch wirken auf den ersten Blick befremdlich: Auf vielen Bildern sind Mord und Totschlag dargestellt, die Hölle in all ihren Facetten oder sonstige schauerliche Szenerien. Doch genau darin, in der Abbildung menschlicher Abgründe, bestand das Talent des Künstlers. Noch heute beeindruckt seine geheimnisvolle Bildsprache, die voller Symbole und Anspielungen steckt. Viele versuchten sich an Interpretationen seiner Gemälde, doch die meisten entziehen sich einer einfachen Deutung, sodass man Hieronymus-Bosch-Werke nur auf sich wirken lassen kann.

Über das Leben des Hieronymus Bosch ist äußerst wenig bekannt. Sicher ist, dass er um 1450 im nordniederländischen ’s-Hertogenbosch zur Welt kam, eigentlich unter dem Namen Jheronimus van Aken. Erst später benannte er sich nach seiner Heimatstadt, die umgangssprachlich auch nur als Den Bosch bezeichnet wird. Der Künstler wuchs in einer Malerfamilie auf und es wird vermutet, dass er seine Ausbildung entweder bei seinem Vater oder seinem Onkel erhielt.

Zum ersten Mal wird Hieronymus Bosch 1474 urkundlich erwähnt, 1480 erstmalig als Maler. Durch seine Hochzeit mit einer Patriziertochter erlangte er eine relativ große, vor allem finanzielle Unabhängigkeit, die es ihm ermöglichte, als Maler tätig zu sein. Ende der 1480er-Jahre trat Bosch der religiösen Bruderschaft „Unserer Lieben Frau“ bei, wodurch er Mitglied des geistlichen Standes wurde. Da die Bruderschaft Kontakt zur Aristokratie pflegte, fand der Maler in diesen Kreisen seine Auftraggeber. Ferner arbeitete Hieronymus Bosch für die städtische Elite sowie den niederländischen Hochadel, sein bedeutendster Kunde war wohl Erzherzog Philipp der Schöne, regierender Fürst der Niederlande.

Hieronymus Bosch starb im Jahr 1516 in seiner Heimatstadt ’s-Hertogenbosch.

Wichtige Fakten zu Hieronymus Bosch:

  • geboren um 1450 in ’s-Hertogenbosch, Niederlande
  • gehört zu den bedeutendsten Malern der niederländischen Renaissance
  • besticht vor allem durch seine geheimnisvolle und mystische Bildsprache
  • bekannte Hieronymus-Bosch-Bilder: „Garten der Lüste“, „Die Sieben Todsünden“, „Der Taschenspieler“, „Die Hölle“
  • gestorben 1516 in ’s-Hertogenbosch

Das mysteriöse Werk des Hieronymus Bosch

Im Œuvre des niederländischen Malers Hieronymus Bosch kann ihm nur eine kleine Anzahl an Bildern mit Sicherheit zugeschrieben werden. Zwar sind durchaus viele Werke Hieronymus Boschs bekannt, doch kann nicht genau gesagt werden, ob diese tatsächlich seiner künstlerischen Hand entstammen. Nichtsdestoweniger sind es die Themen, welche die Bilder Hieronymus Boschs so eindrücklich machen: Ein Großteil zeigt biblische Szenen, in denen der Künstler anhand zahlreicher Symbole die menschlichen Abgründe darstellt. Oftmals verbildlichte er, versteckt oder offensichtlich, die sieben Todsünden, das Böse oder andere negative Charaktereigenschaften. Dabei unterzog er nicht nur den Klerus der Kritik, sondern alle Stände. Immer wieder tauchen Fabeltiere und Dämonen in Hieronymus Bosch Werken auf, die den Gemälden einen rätselhaften und mysteriösen Charme verleihen. Oftmals sind sie es, die die Menschen malträtieren oder auf dem Weg ins Unglück und in die Verdammnis begleiten. Die Wesen dienten ihm zur Verbildlichung des Bösen, das in jedem Menschen schlummert.

„Dem erbärmlichen Geist ist es zu eigen, stets nur Klischees und niemals eigene Einfälle zu verwenden.“
(Hieronymus Bosch)

Es wird deutlich, dass Hieronymus Bosch mit kritischem Blick auf die Welt schaute und die in ihr hausenden Grausamkeiten in seinen Bildern festhalten wollte. Noch immer beeindrucken diese Darstellungen Betrachter auf der ganzen Welt und regen die Fantasie an.

Das Triptychon „Der Garten der Lüste“ – eines der bekanntesten Hieronymus Bosch Werke

Eines der bedeutendsten und bekanntesten Werke Hieronymus Boschs ist eines seiner drei Triptychen „Der Garten der Lüste“. Die Ironie der Darstellungen macht deutlich, dass es nicht für den Altar einer Kirche, sondern für die Unterhaltung der Auftraggeber bestimmt war. Die geschlossenen Außenflügel zeigen eine durchsichtige Weltkugel. Im geöffneten Zustand stellt der rechte Seitenflügel den Garten Eden und die Erschaffung von Eva dar. Die Mitteltafel veranschaulicht den Garten der Lüste, ein Traumbild eines Paradieses voller Liebe. Auf dem linken Seitenflügel sieht man die musikalische Hölle, eine erschütternde Einsicht in die Unterwelt. Da die beiden vorherigen Tafeln so harmonisch anmuten, erscheint die Hölle umso grausamer. Die Bilder sind voller Anspielungen und Ironie, was sie zu einer beeindruckenden Wanddekoration macht. Bei Posterlounge kann man den „Garten der Lüste“ und weitere faszinierende Bilder in Form hochwertiger Kunstdrucke entdecken.