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Jean-François Millet

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Jean-François Millet

Jean-François Millet – bedeutender Maler des französischen Realismus

Der Maler Jean-François Millet gilt neben Gustave Courbet als einer der wichtigsten Vertreter des französischen Realismus. Auf eindringliche und ungeschönte Weise zeigte er das bäuerliche Leben, das aus harter Arbeit und zahlreichen Entbehrungen bestand. Mit dieser Ehrlichkeit stieß er bei seinem bürgerlichen Publikum nicht auf Wohlwollen, da sie so viel Realität in der Kunst nicht gewohnt waren. Besonders der Einsatz des Lichtes spielte bei Millet eine herausragende Rolle, das er beinahe mystisch einzusetzen vermochte. Ferner war er führendes Mitglied der Schule von Barbizon, eine Künstlergemeinschaft, die sich im gleichnamigen Dorf im Wald von Fontainebleau formierte. Die Landschaftsmaler, aus denen die Gruppe bestand, lehnten die akademische Kunstlehre ab und priesen die uneingeschränkten Möglichkeiten, die sie in der Natur fanden.

Jean-François Millet wurde am 4. Oktober 1814 im französischen Gruchy als Sohn wohlhabender Bauern geboren. Mit der elterlichen Zustimmung ging er in Cherbourg ersten künstlerischen Tätigkeiten nach. Mit einem Stipendium, das ihm die Gemeinde Cherbourg verlieh, konnte sich Millet 1833 nach Paris an die École des Beaux-Arts begeben. Etwa 1837 entstanden seine ersten Ölgemälde, die zunächst romantisch angehaucht waren, ganz im Sinne seiner Ausbildung. Da er finanziell nicht gut gestellt war, hielt sich Millet zwischen 1841 und 1847 mit Porträts seiner Familienmitglieder und namhaften Persönlichkeiten aus Cherbourg sowie Gemälden mit mythologischen Szenen über Wasser. Vor allem letztere stießen im Publikum auf Hohn und Spott, weshalb sich Millet sowohl stilistisch als auch thematisch veränderte. Er wendete sich dem Realismus zu, ein Kunstrichtung, in der sich die Künstler der Wirklichkeit nähern, indem sie das Sachliche und Alltägliche, nicht selten politisch konnotiert, darstellten. Auch Millet machte sich diesen Stil zu Nutze und verbildlichte das bäuerliche Leben, das voll harter Arbeit, Armut und Entbehrungen war. Auf eindrückliche Weise gelang es ihm, die soziale Ungerechtigkeit darzustellen, ohne dabei pathetisch zu werden.

Mit seiner Familie zog Jean-François Millet 1849 nach Barbizon, wo er sich zunächst ganz den bäuerlichen Gemälden widmete. Ab 1863 fertigte er auch Landschaftsbilder, in denen bereits einige Stilelemente sichtbar werden, welche die Impressionisten später übernehmen sollten. Seine letzten Lebensjahre waren von Erfolg und finanzieller Unabhängigkeit geprägt, auf der Weltausstellung 1867 in Paris wurde gar eine umfassende Retrospektive seiner Werke gezeigt.

Jean-François Millet starb am 20. Januar 1875 im französischen Barbizon.

Jean-François Millet:

  • geboren am 4.10.1814 in Gruchy, Frankreich
  • zählt zu den bedeutendsten französischen Realisten
  • führender Vertreter der Schule von Barbizon
  • bekannte Werke: „Die Ährenleserinnen“, „Der Kornschwinger“, „Der Frühling“
  • gestorben am 20.1.1875 in Barbizon, Frankreich

 

Das Werk des Realisten Jean-François Millet

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts etablierte sich in Europa eine neue Kunstrichtung, der Realismus. Auch Jean-François Millet zählte zu den Vertretern dieser Gattung, die sich bewusst gegen den Klassizismus und die Romantik sowie deren Zelebrieren des Schönen stellten. Vielmehr strebten die realistischen Künstler eine Malweise an, mit deren Hilfe das Alltägliche sowie reale Lebensbedingungen dargestellt werden konnten. Führender Vertreter der Strömung war Gustave Courbet, der sich, ebenfalls wie Millet, den sozialen Ungerechtigkeiten des bäuerlichen Lebens widmete. Die ungeschönten Bilder stießen kaum auf positive Resonanz, so erntete Jean-François Millet für sein 1848 entstandenes Werk „Der Kornschwinger“ vor allem aus bürgerlichen Kreisen heftige Kritik – eine derart authentische Darstellung körperlich harter Arbeit waren sie einfach nicht gewohnt... In seinem Spätwerk widmete sich Millet hauptsächlich Landschaften, die in ein mystisches Licht getaucht sind. Mit seiner klassischen Schlichtheit und teilweise monumentalen Bildkompositionen erschuf Millet ein beachtliches Werk, das es bis heute zu bestaunen gilt.

 

Harte körperliche Arbeit: „Die Ährenleserinnen“ von Jean-François Millet

Eines der bekanntesten Werke von Jean-François Millet ist das 1857 entstandene Bild „Die Ährenleserinnen“. Auf diesem sieht man drei Frauen, die mühsam gebückt die auf dem Feld liegenden Ähren einsammeln. Auf unverfälschte Art und Weise zeigt Millet die Arbeiterinnen, die sich immer und immer wieder hinunterbeugen, um die Feldfrüchte einzusammeln. Die Gestalten sind düster und schwer dargestellt, ganz ihrer harten Arbeit entsprechend, sie wirken erdverbunden. Das gekonnt gesetzte Licht tut sein Übriges und verleiht der gesamten Situation etwas leicht mystisches. Wie unglaublich ehrlich dieses und andere Werke Millets wirken, kann man auf hochwertigen Kunstdrucken von Posterlounge.de erleben. Mit diesen kann man den Realismus kennenlernen und sich auf eine eindrückliche Reise begeben!