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Matthias Grünewald

Matthias Grünewald

Matthias Grünewald – deutscher Renaissancemaler, der Kunsthistorikern Rätsel aufgibt

Eigentlich, das muss man ganz ehrlich zugeben, weiß man über den Maler Matthias Grünewald so gut wie nichts. Nicht einmal sein Name ist genau gesichert, so nimmt man an, dass er eigentlich Mathis Gothard Neithardt hieß; wie er zu dem Zusatz Grünewald kam, ist ungewiss. Obwohl kaum etwas über den Künstler bekannt ist, gelten seine wenigen Werke, es sind nur 25 von ihnen erhalten, zu den bedeutendsten der Renaissance. Denn vor allem nach seinem Tod erlangte Matthias Grünewald großen Ruhm und wurde mit seinen Zeitgenossen Albrecht Dürer und Lucas Cranach d. Ä. verglichen. Seine Bildthemen beschränkten sich auf die Darstellungen religiöser Szenen, viele Gemälde sind Teile von Altären. Das geringe Wissen über den Künstler und seine grandiosen Bilder machen ihn zu einer rätselhaften Figur der Kunstgeschichte, die Historiker noch immer zu ergründen suchen.

Die wenigen Informationen, die es über den Künstler gibt, besagen, dass er zwischen 1475 und 1480 in Würzburg geboren wurde. Zwar weiß man nicht, wo Matthias Grünewald seine Lehre absolvierte, doch seine Bilder sprechen dafür, dass ihm sowohl Bilder seiner Kollegen wie Hans Holbein und Albrecht Dürer bekannt waren als auch die Arbeitsweise der italienischen und niederländischen Kunst. Ab 1505 wirkte Grünewald vermutlich als Hofbeamter des Mainzer Erzbischofs Jakob von Liebenstein in dessen Nebenresidenz Aschaffenburg; daher rührt wahrscheinlich sein häufig genannter Namenszusatz Matthias von Aschaffenburg. Unter dem Nachfolger des Erzbischofs, Uriel von Gemmingen, erfüllte er vor allem technische Aufgaben. So wurde er mit dem Brunnenbau betraut, weshalb er auch als Wasserkunstmacher bezeichnet wurde. Ab 1516 etwa fungierte er als Hofmaler des wiederum neuen Mainzer Erzbischofs Albrecht von Brandenburg, in dessen Residenzstadt Halle an der Saale Grünewald hauptsächlich als Bauleiter tätig war. Nach zehn Jahren legte der Künstler seine Tätigkeiten in der Saalestadt nieder und zog nach Frankfurt am Main, wo er sich als Seifenmacher verdingte. 1527 kehrte er jedoch nach Halle zurück, wo er vermutlich am 1. September 1528 verstarb.

Matthias Grünewald:

  • zwischen 1475 und 1480 in Würzburg geboren
  • gilt neben Albrecht Dürer und Lucas Cranach d.Ä. als bedeutendster Maler der Renaissance
  • bekannte Werke: „Beweinung Christi“, „Kreuzigung Christi“
  • verstorben am 1.9.1528 in Halle an der Saale

 

Der Letzte Gotiker – Matthias Grünewald zwischen Spätmittelalter und Renaissance

Trotz dessen, dass nur wenige Bilder von Matthias Grünewald erhalten sind, gehören diese zu den bekanntesten und belangreichsten Werken der deutschen Renaissance. Obwohl der Künstler häufig als der letzte Gotiker bezeichnet wird, läutete seine Kunst eine neue Ära ein. Denn Grünewald verstand es wie kein anderer, seine Motive realistisch darzustellen und sie trotzdem mystisch wirken zu lassen. Wie er Lichtverhältnisse zu zeigen vermochte, kann gar als modern bezeichnet werden und lässt die aufkeimende Renaissance in seinen Bildern durchblicken. Darüber hinaus waren es kräftige, intensive Farben, die typisch für Grünewald waren. Trotzdem ist es nicht ganz einfach, die Werke dem Künstler tatsächlich zuzuordnen, da er nur wenige seiner Bilder tatsächlich signierte. Nicht er selbst als Maler stand im Vordergrund, sondern seine Gemälde.

Bekannt wurde Matthias Grünewald erst nach seinem Tod, Popularität erlangte er gar erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu dieser tragen mit großer Sicherheit die ungesicherten Informationen über ihn bei, die ihn zu einem großen und doch spannenden Rätsel für die Kunsthistoriker machen.  

 

Der Isenheimer Altar als Hauptwerk Matthias Grünewalds

Zu den bekanntesten Werken des Malers Matthias Grünewald gelten vor allem die Gemälde auf dem Isenheimer Altar. Vermutlich begann er die Arbeit an diesem 1513 und vollendete ihn drei Jahre später. Im Altar konnten, je nach Kirchenjahreszeit und dem Kultus entsprechend, die Wandbilder ausgetauscht werden. Die ersten beiden Wandbilder wurden von Grünewald erschaffen, wobei das erste die Kreuzigung Christi zeigt, die während der Advents- und Fastenzeit zu sehen war. Das zweite wiederum zeigt das Engelskonzert und die Menschwerdung Christi sowie dessen Beweinung, welche zur Weihnachtszeit sichtbar waren. Ausschnitte aus diesem Altar und einzelne Gemälde sind in Form hochwertiger Kunstposter und Kunstdrucke bei Posterlounge zu entdecken, die in heimischen Wohnräumen eine wunderbare und außergewöhnliche Dekoration darstellen!