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Tamara de Lempicka

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Tamara de Lempicka

Tamara de Lempicka – vergessene Ikone des Art Déco

Der Name Tamara de Lempicka ist in der Kunstszene sehr geläufig und gefragt, darüber hinaus ist die Künstlerin mit polnischen Wurzeln jedoch eher unbekannt. Völlig zu Unrecht möchte man meinen, denn ihr Stil, der sich irgendwo zwischen Kubismus und Neoklassizismus bewegt, traf den Geschmack der Pariser Bohéme der 1920er und 1930er Jahre. In den sogenannten Roaring Twenties wurde de Lempicka zur führenden Künstlerin des Art Déco. Ihre Bilder waren zudem die Eintrittskarte in die gehobenen Kreise der Gesellschaft, in denen sie sich durchaus wohl fühlte und das Leben einer „Grand Dame“ führen konnte.

Tamara de Lempicka wurde am 16. Mai 1898 als Maria Górska in Warschau geboren. Sie malte bereits in Kindertagen, entdeckte die Malerei endgültig 1911 während einer Italienreise mit ihrer Großmutter, wo de Lempicka zum ersten Mal in Kontakt mit den Meistern der Renaissance kam. Nach der Scheidung der Eltern ein Jahr darauf lebte die junge Frau fortan in St. Petersburg bei ihrer Tante. Dort lernte sie das luxuriöse Leben kennen, auf das sie in Zukunft nicht mehr verzichten konnte – und vor allem wollte. In der russischen Metropole machte sie die Bekanntschaft von Tadeusz Lempicki, den sie 1916 heiratete. In den Wirren der Oktoberrevolution emigrierte das junge Paar nach Paris. Dort fand der Ehemann keine Arbeit, weshalb sich Tamara de Lempicka gezwungen sah, den Lebensunterhalt für die Familie, welche inzwischen durch die Tochter Kizette vergrößert wurde, mit Malerei zu verdienen. Schnell fand sie ihren ganz eigenen und charakteristischen Stil, der vor allem dekorativ ist und kubistische Einflüsse erkennen lässt. Mit ihrer Motivwahl, die sich vor allem auf Porträts und Akte beschränkte, sowie dem kühlen, erotischen Hauch, der von den Bildern ausging, traf sie den Zahn der Zeit. Die Bohéme war begeistert von ihren Kunstwerken, was für de Lempicka den Eintritt in die gehobene Pariser Gesellschaft bedeutete. Dort führte sie den exzentrischen Lebensstil einer Diva, der ihre Popularität noch schürte.

1928 ließ sich der Ehemann von Tamara de Lempicka scheiden – vermutlich aufgrund ihrer zahlreichen Affären. Fünf Jahre später heiratete sie den ungarischen Baron Raoul Kuffner.

Während der 1930er Jahre genoss die Künstlerin ein hohes Ansehen, ihre Werke waren sehr gefragt und wurden von zahlreichen Museen weltweit gekauft. Dem Zweiten Weltkrieg weitsichtig entgegensehend, emigrierte de Lempicka mit ihrem Gatten in die USA, wo sie ihr arbeitsreiches und ausschweifendes Leben fortführte. In den 1950er Jahren jedoch nahm ihre Popularität ab, die Kunst des Art Déco war nicht mehr gefragt, stattdessen etablierte sich die Abstrakte Malerei, in der sich de Lempicka ausprobierte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Diesen Rückschlag verkraftete sie kaum und kehrte der Kunst den Rücken.  

Tamara de Lempicka starb am 16. März 1980 im mexikanischen Cuernavaca.

Tamara de Lempicka:

  • geboren am 16.5.1898 in Warschau, Polen
  • gilt als vergessen künstlerische Ikone des Art Déco
  • bekannte Werke: „Der blaue Schal“, „Kizette in Pink“
  • gestorben am 16.3.1980 in Cuernavaca, Mexiko

 

Präzise und elegant, erotisch und verführerisch: Die Werke von Tamara de Lempicka

Die Bilder der Tamara de Lempicka sind wahrlich einzigartig. Sie gebrauchte nur wenige Farben, dafür messerscharfe Linien, die ihre Porträtierten als eine Art Skulptur erscheinen lassen. Die Formen sind kantig und starr, eindeutig Einflüsse des Kubismus die Bilder somit mehr dekorativ. Dem reinen, präzisen und eleganten Stil der Tamara de Lempicka haftet dennoch eine subtile Erotik an. Vor allem die Nacktbilder sind Ausdruck für Begierde und Verführung. Mit ihrer Malerei fing die Künstlerin nicht nur die Stimmung des Art Déco der 1920er-Jahre ein, sondern bediente die Sehnsüchte der damaligen Zeit. Die großartigen Werke dieser Zeit bescherten ihr ein Leben als Bohéme, in dem sie sich selbst inszenieren und ein Dasein als Diva führen konnte.

 

Das Selbstporträt – souverän und doch unantastbar

Zu einem der bekanntesten Werke der polnischen Künstlerin Tamara de Lempicka gehört das Selbstporträt aus dem Jahr 1929. Das Bild war eine Bestellung der Berliner Zeitschrift Die Dame. Ganz im Sinne der aufkeimenden Emanzipation inszenierte sich de Lempicka selbstbewusst in einem grünen Auto. Mit verführerischen roten Lippen und behandschuhten Händen wirkt sie souverän, aber auch unantastbar. Bei Posterlounge.de kann man dieses sowie zahlreiche andere Bilder der Künstlerin entdecken. Die Werke der Tamara de Lempicka sind auf einem hochwertigen Kunstdruck ein Hingucker, mit dem man Wohnräumen einen besonderen Akzent verleiht.