Anfang des 20. Jahrhunderts fand sich eine innovative Gruppe Kunstschaffender unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen mit einem einzigen Ziel zusammen: Kunst als Brücke zwischen der subjektiven Wirklichkeit des Menschen und den objektiven Realitäten der Außenwelt zu errichten. Kunst sollte die gemeinsame Sprache scheinbar unvereinbarer Welten werden. Ausdruck sollte Freiheit vermitteln, Gleichheit erschaffen und Individualität zulassen. Mut in der Kunst bekam einen Namen: Der Blaue Reiter. Entdecke jetzt diesen einmalig farbintensiven Mutausbruch in unserer neuen Kollektion.
Als Tochter aus gutem Hause bot sich Marianne von Werefkin die Möglichkeit, ihren Talenten nachzugehen. Schnell stellte sich heraus, dass ihre Fähigkeiten eindeutig im Bereich der bildenden Künste lagen. Geschult im Realismus erkundete sie auf eigene Faust ihre Gefühlswelt und fand in intensiven Farben ihren Ausdruck. Ihr Farbauftrag wurde flächig, ihre Farbgebung kraftvoll und ihre Werke unvergleichlich. Sie prägte den Blauen Reiter und vereinte als Wegbereiterin des deutschen Expressionismus ihre russischen Wurzeln mit französischen Einflüssen und Japonismus.
Ich bin kein Mann, ich bin keine Frau, ich bin ich.
Marianne von WerefkinDer Blaue Reiter wurde zu einer der ersten Kunstvereinigungen, in der nicht wenige Frauen den Diskurs auf Augenhöhe mit den männlichen Künstlerkollegen führen konnten. Sie prägten nicht nur die Bewegung, sondern halfen bei der Verbreitung der Ideen, stellten Rollenbilder infrage und begrüßten neue Blickwinkel. Kunst wurde zum verbindenden Element und zur Ausdrucksform innerer Zustände, was letztlich dafür sorgte, dass sie für alle erlebbar wurde. Erlebe Freiheit, Gleichheit und Vielfarbigkeit!